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Sind wir zu egoistisch zum #besserstreiten?

"Jugend debattiert"-Gründer Ansgar Kemmann

Ansgar Kemmann, der Rhetoriker und Erfinder des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“, glaubt, dass wir umsichtiger sein müssten, um besser zu streiten. Er hat sich bewusst entschieden, für mehr Umsicht statt für mehr Rücksicht zu plädieren. Denn wer zu viel Rücksicht nehme, könne sich vielleicht auch zu stark zurück nehmen. Wer aber umsichtig ist, achtet laut Kemmann auf sich selbst, überlegt genau, was er wirklich sagen will und vergewissert sich auch der anderen, welche Argumente sie haben und wie sie sich fühlen. Kemmann glaubt, dass unsere stark individualisierte Gesellschaft ein Grund ist, weshalb viele nur auf ihren eigenen Standpunkt fokussiert sind.

Zur Person:

Ansgar Kemmann ist Streitexperte. Er gründete als Student den ersten Debattierclub an einer deutschen Universität, an der Universität Tübingen. Später hat er die Debattenform der „Offenen Parlamentarischen Debatte“ mitentwickelt. Dieses Format ist neben dem „British Parliamentary Style“ das bedeutendste Format in Deutschland und wird auch bei der Deutschen Debattiermeisterschaft angewendet. Kemmann ist außerdem Ehrenmitglied im Verein Streitkultur e.V. Hauptberuflich leitet er „Jugend debattiert“, den größten deutschen Rhetorikwettbewerb für Schüler. Er hat auch mehrere Bücher darüber geschrieben, wie man Schülern Debattieren beibringt. Die Grundidee des Debattierens sei, dass man sich gegenseitig zuhört und an das, was der Vorgänger gesagt hat, anknüpft, so Kemmann. Nur so könnten ein Gespräch und ein wirklicher Austausch von Argumenten entstehen.

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