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Im Internet eine Hasstirade zu posten, ist keine demokratische Debatte.

Vor einem Streit braucht man keine Angst haben. Denn Streit bedeutet nicht, dass einer gewinnt und ein anderer verliert. Vielmehr, dass Gedanken ausgetauscht und ergänzt werden.

Bei einem Streit geht es oft, ohne dass es einem immer so bewusst ist, weniger um den Streitpunkt an sich als eher um das Rechthaben. Daher meine Regel: Kurz mal eine innere Auszeit nehmen und mich fragen, ob ich gerade streite (und nicht nachgebe) um recht zu haben, oder ob ich tatsächlich noch beim ursächlichen Anlass des Streits bin... und dann entsprechend reagieren.

Sachlich und fachlich bleiben, vor allem so präzise und konkret wie möglich seine Beobachtungen und Wünsche zu beschreiben -trotz aller Emotionalität. Viel stärker das Gegenüber befragen, um seine Position und Wünsche zu verstehen. Auch Emotionen sind durchaus erwünscht, gewaltfreie Kommunikation hilft dabei sich besser zu artikulieren.

Mir ist es wichtig, dass man sich Zeit nimmt und einen ruhigen Ort wählt zum Streiten: Guter Streit braucht Zeit und Raum!

Wenn es gut läuft, heißt es bei einem Streit nicht: Ich will gewinnen. Sondern: Wir wollen gewinnen.

Person und Sache trennen, das hilft mir immer ganz gut. Also sich fragen: Worum geht es?

Wenn die Konfliktsituation besteht, das Anliegen in der "Ich " Botschaft vermitteln. In dieser Art der Kommunikation hat mein Gegenüber die Gelegenheit, seine Perspektive zu schildern. Er bekommt den Raum, zu antworten. Sollte der Streit eskalieren, ist es sinnvoll, aus der Situation heraus zu gehen und das Gespräch auf später zu verschieben. Konflikte wollen gelöst werden. Wenn einer immer nachgibt, ist es ein Kompromiss und keine dauerhafte Lösung. Dadurch besteht die Gefahr, dass das Thema immer wieder auf den Tisch kommt.

Nicht argumentieren! Oder können Sie ihr Gegenüber zwingen, ihr "tolles" Argument zu akzeptieren? Für jedes Argument gibt es auch ein Gegenargument! Besser: Die Bedürfnisse erfragen und schauen, ob es eine Schnittmenge gibt. Konsens ist dann möglich. Weg vom Standpunkt - hin zum Bedürfnis.

Streit muss Spaß machen!

Geduld mit der Streitsucht der Einfältigen! Es ist nicht leicht zu begreifen, dass man nicht begreift.

Wenn ihr zornig seid, dann ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr unversöhnlich bleibt. Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr einander vergeben habt.

Wenn ich merke, dass ein Streit zu eskalieren droht, wechsle ich die Gesprächsebene. Ich gehe weg vom Inhalt des Gesprächs zur Frage: Was brauchst Du gerade, um mit mir weiter an einer Lösung zu arbeiten?

Den Gesprächspartner ernst nehmen und ausreden lassen. Keine Beleidigung und keine Verallgemeinerung. Nie die Sätze beginnen mit: "Immer sagst du, machst du etc." Wenn man Menschen angreift und in die Ecke drängt, folgt entweder Flucht oder Angriff. Immer den nötigen emotionalen Abstand einplanen!

Hinhören und vor einem neuen Argument auf die Argumente des Gegenübers eingehen.

Ich möchte einen Schritt zurückgehen: Die Notwendigkeit eines Streites liegt bedrückend greifbar in der Luft. Die Auseinandersetzung ist spürbar ein MUSS. Immer wieder beobachtet und erlebt: Eine der beiden Parteien verweigert sich durch Schweigen. Nichtwollen oder Nichtkönnen? Oft eine emotionale Tortur. Regel: So früh als möglich verbal "streiten üben" in Elternhaus und Schule.

Ausreden lassen, zuhören, kurz über das Gegenargument nachdenken bevor man kontert, nicht beleidigend werden, keine aus der Luft gegriffenen Unterstellungen machen (stattdessen höflich nachfragen/nachbohren, falls man das Gefühl hat, die andere Seite "verrennt" sich - Zweck: Einsicht des Gegenüber), Respekt, selbst Einsicht zeigen, dem Gegenüber das Gefühl vermitteln gemeinsam nach der besten Lösung zu suchen, beim Thema bleiben.

Für einen guten und sinnvollen Streit muss man die Motivation des anderen kennen und auch verstehen lernen. Und vor allem: eine extremistische Einstellung macht jegliche Streitkultur zunichte und jeden Streit sinnlos.

In einem Streit überlegen Sie sich zwei Dinge: 1. Was haben Sie getan? (Ihr Beitrag zum Streit, wie weit ihre Idee provozierend ist). 2. Was haben Sie nicht getan? (Was haben Sie zur Entschärfung nicht gemacht?)

Geh in einen echten Dialog mit deinem Streitpartner - Zeige dabei Respekt sowie Wertschätzung und achte die gemeinsamen Absichten und Interessen.

Das Gegenüber nicht nur Reden lassen, sondern tatsächlich zuhören. Zuhören ist der wichtigere Teil beim Gespräch.

Streit muss sein, er ist produktiv. Man setzt sich auseinander und findet im besten Fall einen Konsens. Auch in der Gesellschaft ist Streit sinnvoll. Im privaten Bereich ist mein Tipp, auch mal über sich selbst zu lachen. Das entkrampft.

Suche den echten Dialog und vermeide daher Recht haben zu müssen oder gewinnen zu wollen. Zügele dein Ego und denke daran, dass Rache üben zu wollen jeden Dialog verhindert.

Don't hit the person, hit the problem.

Es hat schon immer sich gezeigt, wer Vieles sagen will und schweigt, verhindert Streit und stiftet Frieden, denn Meinungen sind oft verschieden, um einig im Konsens zu enden. Trotzdem gilt es zu bedenken: Auch Kappelei kann Frieden schenken; man muss nach Zank und schrillen Tönen nur mutig sein und sich versöhnen!!!

Streit heißt wider-streitende Sichtweisen, Einschätzungen, Interessen auf den Tisch bringen und damit sichtbar machen. Das erfordert Mut, denn es macht auch angreifbar. Und es ist gut, denn auch Streit ist die Kunst, gemeinsam zu denken. Zu lernen, die Welt durch die Augen das Gegenüber zu sehen. Und am Ende gemeinsam klüger zu sein.

Bei Streit (vorher) identifizieren, ob sich der Streitpartner auf Augenhöhe bewegt oder aber eine formale Machtposition auslebt. Im zweiten Fall nach anderen Wegen suchen, um aus dem Konflikt hinaus zu kommen.

Was hast Du davon, dass Du Recht hast? So sollte man Kampfhähne fragen, die sich "um's Kaisers Bart" streiten ... aber auch solche, die sich streiten, wobei man schon absehen kann, dass es im Moment keine Lösung gibt.

Konflikte, andere Meinungen auf Augenhöhe und ohne verbale Drohungen, Beleidigungen oder gar körperliche Gewalt diskutieren, wenn möglich ausdiskutieren. Was stört mich? Warum stört es mich? Was will ich erreichen, ändern? Wie sieht es mein Gegenüber?